Die Mutter-Kind-Behandlung richtet sich insbesondere an Frauen und Mütter mit psychischen Problemen und Erkrankungen wie z.B. Depressionen, Psychosen, Ängste und Suchterkrankungen. Die Mutter-Kind-Behandlung geht ganz speziell auf die besondere Situation von Müttern ein. Das beginnt zunächst oft bei rein lebenspraktischen Dingen wie der Organisation der Kinderbetreuung während des stationären Aufenthaltes. Die Beratungs- und Behandlungsangebote berücksichtigen ausdrücklich die Erfordernisse der Mutterrolle.
Psychische Erkrankungen – z.B. Depressionen – treten relativ häufig nach der Geburt auf, es wird aber wenig darüber gesprochen. Mit der Geburt eines Kindes ändern sich die äußeren und inneren Umstände des Lebens meist ganz gewaltig. Das eigene Selbstverständnis in den bisherigen Rollen – z.B. im Beruf oder in der Partnerschaft – geht oft verloren. Die neuen Aufgaben und Erwartungen brechen ohne Vorwarnung über die junge Mutter herein. Ein neues Rollenverständnis muss erst erworben werden, das bedeutet häufig eine Menge Stress. Und selbst wenn die ersten Wochen nach der Geburt gut überstanden sind und so langsam wieder „Alltag“ einzieht, ist das nicht der gleiche Alltag wie vorher. Viele Frauen werden gerade dann von Ängsten und Depressionen eingeholt. Diese Probleme können teilweise so überwältigend werden, dass sie alleine nicht mehr bewältigt werden können.
Frau Brockhoff
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