In der Einzelgesprächstherapie geht es um Entwicklung individueller Therapieziele, Problembewältigung und Herausarbeiten persönlicher Stärken und Fähigkeiten. Ebenso gibt es sicher neben Themen, die innerhalb einer Gruppe gut besprochen werden können, auch Bereiche, die sehr persönlich sind und gleichzeitig stark belasten. Diese und andere Inhalte werden im Rahmen dieser Gespräche, die von psychotherapeutisch ausgebildeten Ärzten oder Psychologen durchgeführt werden, bearbeitet.
Ergotherapie ist eine von den Krankenkassen anerkannte Heilbehandlung, die in der psychiatrischen Klinik einen festen Bestandteil der therapeutischen Maßnahmen darstellt. Die Arbeitsfelder sind vielfältig und nehmen mit der wachsenden Bedeutung rehabilitativer und präventiver Arbeit ständig zu.
Gearbeitet wird mit einer Vielzahl von Materialien, wie z.B. Holz, Speckstein, Seide, Ton und noch anderes mehr. Die Teilnehmer werden in einer offenen Gruppenatmosphäre angeleitet, wenn nötig erfolgt auch eine individuelle Einzelbetreuung. Arbeiten oder sich Beschäftigen ist ein Bestandteil der persönlichen Selbstverwirklichung. Ergotherapeuten lenken die Selbstwahrnehmung auf das Tun, auf die Aktivität und auf das, was jemand kann und nicht kann; aber auch auf die Art und Weise, wie jemand etwas macht.
Im Rahmen der Ergotherapie kann man Anstrengung, Konzentration, Durchhaltevermögen und Umgang mit Fehlern und Fähigkeiten erfahren und spüren. Die Teilnehmer können lernen, verlorene Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zum Ausdruck zu bringen, sowie, sich mit den Mitmenschen auseinanderzusetzen, sich einzulassen oder sich abzugrenzen.
Gerade nach oder während einer akuten psychischen Krise bietet die Arbeitstherapie die Möglichkeit, dass sich der Patient in einer anderen Rolle als der „des Kranken“ erlebt. Der Patient wird hierbei schrittweise und individuell an die Normalität üblicher Arbeitssituationen herangeführt. Dies soll durch möglichst realistische Bedingungen in Tätigkeitsbereichen wie Industrie-, Büro- und Gartenarbeit sowie Training am PC erreicht werden.
Einmal in der Woche gilt es für Teilnehmer dieser Gruppe entsprechend der vorherigen gemeinsamen Planung einzukaufen, zu kochen und anschließend zu speisen. Ziel dieses soziotherapeutischen Angebots ist eine Verbesserung der lebenspraktischen Fertigkeiten in diesem wichtigen Bereich.
Dieses Therapieprogramm ist speziell für alle Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, bei denen Störungen der Aufmerksamkeit, Konzentration, des Gedächtnisses und Schwierigkeiten im Sozialkontakt im Vordergrund stehen, entwickelt worden. Das Programm beinhaltet ein spezifisches Gedächtnistraining, Übungen zur sozialen Wahrnehmung und zur verbalen Kommunikation, Verbesserung der sozialen Fertigkeiten und Einüben von Problemlösungsprozessen.
Dieses Verfahren soll dem Patienten zu einem eigenverantwortlicheren und selbstständigeren Leben verhelfen.
Das IPT ist ein Angebot zur Förderung von Konzentration und Kommunikation im Rahmen eines kognitiven Trainings. Die IPT-Gruppe ist eine stationsübergreifende Veranstaltung. Die Teilnahme am IPT richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Patienten, daher ist eine Absprache zur Teilnahme mit Ihrem Arzt erforderlich.
Im Vordergrund dieses Angebots steht das gemeinsame Musizieren in der Gruppe. Neben den vorhandenen Instrumenten Akkordeon, Gitarre, Keyboard und Klavier können auch gerne eigene Instrumente mitgebracht werden.
Die jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 16:00 bis 17:00 Uhr in den Räumen der neuen Tagesklinik am St. Marien-Hospital Eickel stattfindenden Jakobustreffen dienen u.a. der konkreten Vorbereitung der zukünftigen Wanderung. Darüber hinaus werden Termine und Wegstrecken für Probewanderungen abgesprochen und Informationen auch von anderen Wander- und Pilgergruppen weitergegeben.
Die Freunde des Jakobusweges Herne-Santiago de Compostela haben im September 2010 mittlerweile die 14. Etappe absolviert. Mit Vortouren und regelmäßigen Trainingswanderungen wird die jeweils nächste Etappe vorbereitet, um die notwendige Fitness für die etwa 200 Kilometer lange Strecke zu erlangen. Referate über die Geschichte und Kultur dieser zu durchwandernden Region ergänzen die Vorbereitungen. Hierzu sind Interessierte herzlich eingeladen.
Seit 1987 bringen wir einmal wöchentlich eine selbstgestaltete Zeitung heraus, wobei wir uns freuen, dass auch viele ehemalige Patienten an der Gestaltung und dem Verfassen von Artikeln mitwirken. Die Zeitung berichtet über geplante und durchgeführte Aktivitäten (Erlebnisberichte von Teilnehmern werden hier veröffentlicht, Neuigkeiten aus der Klinik können angekündigt und diskutiert werden).
Die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam mit speziell geschulten Therapeuten - Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Pflegepersonal - Grundwissen über Symptome, "Frühwarnzeichen", Verlauf, Medikamentenwirkung und sonstige Einflussfaktoren auf die Erkrankung, bringen ihre Erfahrungen in die Besprechungen ein und erstellen einen persönlichen Notfallplan. Die medizinische Information im engeren Sinne erfolgt durch einen Arzt.
Diese Gruppe vermittelt Informationen über die Zusammenhänge zwischen Sucht und Psychose und die Wirkungen des Suchtmittelkonsums. Die Teilnehmer entwickeln individuell bessere Motivationen für die Abstinenz und Alternativen zum Konsum.
Patienten, die an einer Psychose erkrankt sind, sind in besonderer Weise in ihren sozialen Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt. In dieser Gruppe werden in Anlehnung an das Selbstsicherheitstraining und an das "Integrierte psychologische Therapieprogramm für schizophrene Patienten" Informationen und Übungen zur Entwicklung sozial kompetenten Verhaltens angeboten.

Musikprojekt

Treffen der Jakobuspilger

